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Unter Spannung

So langsam kommen immer mehr Firmen ins Spiel. Diesmal so richtig der Elektriker. Da wir demnächst mal eine Woche Stressabbau in Form von Urlaub einlegen, haben wir noch schnell vorher einen Termin für die Elektrorohinstallationsplanung vereinbart. Aus Termingründen an einem Samstag. Also um neun am Samstag auf der Baustelle eingetroffen und pünktlichst mit dem Elektriker durch das Haus gegangen. Nachdem wir uns vorher bereits überlegt hatten was wir wo wollen und brauchen ging das relativ flott. Nichtmal eine Stunde später waren wir da wieder raus. So soll das sein! der Elektriker war auch überrascht: Wir dürften Rekordhalter seiner Karriere sein. Er bräuchte da auch schon mal einen ganzen Tag dazu. Hängt halt an den Bauleuten.

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Tropf, tropf, tropf.

Damit genau das nicht passiert haben wir ja noch die Sanitärinstallation. Wer sich erinnert weiß, dass wir die Rohinstallation von der Endinstallation getrennt haben. Dies haben wir getan, da die Endinstallation im Rahmen des Budgets nicht mit der gleichen Firma wie die Rohinstallation möglich ist. Der Nachteil an der Sache ist, dass wir für die Koordination zuständig sind. Das heißt insbesondere, dass wir die Unterputz-Gerätschaften selber rechtzeitig vor Ort bringen müssen. Doch dazu gleich mehr.

Unser Sani-Roh-Mensch hat uns jedenfalls einen Brief geschrieben, in dem er drauf hingewiesen hat, dass er in wenigen Tagen mit der Installation beginnen will. Deswegen müssten alle Gegenstände auf der Baustelle sein, insbesondere Unterputzarmaturen und Spülkästen. Nachdem wir das so nicht auf dem Schirm hatten, sind wir in Stress verfallen und haben der Firma, die die Endinstallation macht Beine gemacht, dass diese Gestände bei uns landen. War kein Problem haben wir. Bei uns in der Wohnung. Gleichzeitig vereinbarten wir einen Termin mit der Rohinstallationsfirma auf der Baustelle um die Lage der Anschlüsse zu besprechen. Was passiert? Die Frau fährt hin, und der Sanitärer kommt nicht. Auch nicht eine Stunde nach dem vereinbarten Termin. Ans Handy geht er auch nicht. Also den Bauleiter angerufen, aber der kann da natürlich auch nur wenig machen, ist aber verärgert. Abends um sechs ruft der Sanitärer dann an, mit der Info, dass es ihm leid tut, er aber auf dem Weg zu Baustelle ist, wenn wir auch noch könnten. Wenn er schon mal da ist, sind wir hin. Es bressiert ja auch ein wenig. Wir haben nämlich demnächst nochmal eine Woche Urlaub…

Die Besprechung selber war recht unspannend. Weiterhin haben wir vereinbart, dass wir die Gegenstände, die er braucht ins OG ins Bad legen, bevor wir in den Urlaub fahren, da der Einbau genau in der Urlaubszeit stattfindet.Ob das so eine gute Idee ist..?

Gut und günstig

ist unser Baumeister sicher nicht. Jetzt gibt es aber erst mal ein wenig Mauerwerk auf das Erdgeschoss. Geht echt flott. Aber Maurer möchte ich nicht sein. Man ist zwar den ganzen Tag an der frischen Luft, aber der Regen…Nun ja. Während die Jungs flott das Erdgeschoss hochziehen wird auch um das Haus herum kräftig geschuftet. Boden verdichten. Angeblich ist das ja ein ganz böser Lehmboden, der sich noch setzt. Na da bin ich ja mal gespannt…

Auch der Cashflow bekommt langsam Tempo. Quasi im Wochenrhythmus kommen Rechnungen über mehrere (zehn)tausend Euro. Was alleine das Anschließen eines Kabels kostet, Naja. Was habe wir noch? Ach ja der Elektriker hat tatsächlich auch schon einen Plan für die Deckenlampen gewollt. Kostet natürlich auch wieder….

Unter Feuer…

…war sowohl unsere Bodenplattenverstärkung, als auch unser Baumeister.

Von dem habe ich heut einen netten Anruf bekommen mit „Wasserstandmeldung“ (Scherzkeks der Kerl). Was war die Aussage, Nun ja, es würde die Bodenplatte gegossen. Wegen der Lehmlinse hat er nochmal mit unserem Bauleiter zusammen sich das Ganze angesehen. Der Bauleiter meint, dass da gar nichts nötig wäre. Unser Baumeister ist aber nach wie vor der Meinung, dass das verstärkt werden müsse und hat mal ein wenig mehr Stahl eingebaut. Kostenpunkt etwa 500€. Widerspruch unmöglich. Wurde ja schon betoniert. Wehe der macht so was nochmal, dann werde ich aber ungehalten.

Das war nicht gerade die optimale Einstimmung für mich, aber es ging noch weiter. Wie schon bemerkt steht da ein wenig viel Zeug auf dem Nachbargrundstück. Wenig überraschend haben sie sich beschwert. Ganz schlechter Start für das Nachbarschaftsverhältnis. Sie sehen aber ein, dass das das Problem des Baumeisters ist. Den habe ich mal losgeschickt das gerade zu rücken. Ansonsten: Es werde Bodenplatte:20160405_182543_Pano.jpg

Plitsch, Platsch

Wann waren wir auf großer Bemusterungsrunde? Ist jedenfalls schon ein wenig her. Und wir habe noch immer nichts von dem Sanitärer gehört. Schon nervig, wobei ich zugeben muss, dass ich immer noch davon ausgehe, dass das Ganze echt teuer wird. Außerdem war die Beratung ja eher mies. Vor einigen Tagen habe ich noch bei unserem eingeplanten Sanitärer angerufen, wann denn das Angebot kommt. Ich wurde angemault, es käme in einer Woche. Die ist längst rum. Da ist nichts. Was also tun? Nun wir haben uns mal umgehört und ein Freund hat uns auf ein Badstudio ein paar Kilometer entfernt gebracht, bei dem es zum einen einen fairen Preis gibt, und zum zweiten auch eine angemessenen Beratung. So ganz glaube ich das ja noch nicht… Aber was soll’s, vorbeischauen schadet ja nicht. Also zügig einen Termin gemacht und hingefahren. Das nenne ich mal Beratung! Es standen zwar keine Preisschilder an den Gegenständen, aber es gab überall einen Einschätzung, wo uns das hinbringt. Ist ok, da es eh ein Paketpreis wird, der in der Summe unter den Einzelposten liegt. Nach etwa eineinhalb sehr angenehmen Stunden, haben wir dann einen Vorschlag. Ist zwar nicht geschenkt, aber nah dran;-) Den ein oder anderen Sonderwunsch hatten wir ja auch…

Jetzt werden wir mal eine Rechnung anfordern, wie viel uns aus unserm Fixpreis nachgelassen würde.

Bemusterung die 2.

Nach unserem letzten Ausflug in die Welt der Sanitärfachhandel, haben wir die geringe Hoffnung gehabt doch noch bei einem anderen Händler was preislich angemessenes zu bekommen. Also direkt nach unserem großen Tag bei einer deutschlandweit aktiven Firma mit einem „+“ im Namen vorbei geschaut: „Wir mögen doch mit Termin wiederkommen.“ Wenn’s denn sein muss. Also Termin gemacht und wieder vorbei geschaut. Diesmal, um die Diskussionen gleich einzuschränken, mit unserer Liste der einkalkulierten Preise gewedelt. Der Verkäufer ist auch sofort aufgesprungen, um zu seiner Kollegin zu laufen. Aber nicht vor Freude. Er kam dann zurück  mit: „Das ist nicht möglich. Ich zeige Ihnen mal was, was in Ihrer Größenordnung liegt.“ Größenordnung. Aha. Heißt vermutlich, dass der Preis immer noch über dem geplanten liegt. Brav wie wir sind, sind wir ihm durch die Ausstellung gefolgt und haben ein wenig bemustert. Interessant dabei waren zwei Gespräche. Zum einen bei der Auswahl der Armaturen: „Suchen Sie sich hier mal eine aus.““Gerne, was sind die Unterschiede?““Eigentlich keine.““Und preislich?““Nichts nennenswertes.“ Wie nennenswert erfahren wir wohl mit dem Angebot. Das zweite Gespräch drehte sich um eine Badewanne. Der Verkäufer zeigt uns ein Wanne, die uns durchaus gefallen könnte und sagt uns, dass diese Wanne in etwa 4.000 € kostet. Gemein wie ich bin, habe ich die Wanne nebenher mal im Internet gesucht. Erster Treffer. Gleicher Hersteller, gleiches Modell zu 1.500 €. Den Verkäufer darauf angesprochen kommt die Antwort: „Sie können ja Internetpreise nicht mit unseren hier vergleichen.““Doch, kann ich. Sehen Sie ja.““Aber da ist keine Ausstellung und Beratung dabei.““ Und das rechtfertigt eine Verdreifachung des Preises?““Naja, da ist ja auch keine Gewährleistung dabei.“ Äh, doch. Die gesetzlich vorgeschriebene, mehr bietet ****+**** ja auch nicht.“  Damit war das Gespräch dann beendet. Mal sehen was da kommt, aber ich behaupte mal da wird nichts gekauft. Wir müssen da einen anderen Plan finden. Von einem befreundeten Paar habe ich übrigens gehört, dass selbiger Händler schlappe 19.000 € Aufpreis (!) für das Bad haben wollte.

Bemusterung die 1.

Heute war großer Bemusterungsstress. Extra einen Tag Urlaub genommen um drei Themen zu erledigen:

  1. Haustüre. Anfahrt ca. eine halbe Stunde. Geht noch. Da werden wir von einem freundlichen Verkäufer Empfangen, der erst mal etwas verwundert vom Preis, der einkalkuliert ist, ist. Das ist für eine Tür inklusive einem über einem Meter breitem Seitenteil ein wenig wenig, sagt er. Wir gehen mal davon aus, dass da nur ein Fehler passiert ist, da die Summe exakt dem entspricht, was auch bei Leuten eingeplant wird, die ohne Seitenteil an der Haustür bauen. Wir hoffen das mal und haben uns in einer halben Stunde ein Tür ausgesucht Preisrahmen werden wir noch klären, und die Fenster und Schiebetüren zur Terrasse  ausgesucht. Da gab es ja nicht viel zu entscheiden. Fenster halt. Die Auswahl zur Haustür war schon interessanter. Da hat uns der Verkäufer zu Aluminium gedrängt, da er „ein mieses Gefühl hätte“ eine reine Plastiktür zu verkaufen. Zumindest wäre die günstiger… Warum Alu? Ist gerade bei zwei Metern Konstrukt die vermutlich stabilerer Wahl. Ich möchte nicht einen „flatternden“ Rahmen an der Haustür haben.
  2. Fliesen. Wo wir doch in der Nähe waren, fahren wir mal eben die 40 km zum Fliesenleger – genau genommen zu einem Fliesengroßhandel. Dort landen wir, obwohl keinen Termin, sofort bei einem recht jungen Verkäufer, der uns quasi keine Beratung zukommen lässt. Aber meine Frau weiß ja eh was sie will. Möglichst teuer soll es sein. Oder so. Jedenfalls hab ich manchmal das Gefühl, dass sie exakt die teuerste Fliese ansteuert. Ok, ganz so schlimm ist es nicht. Wir haben tatsächlich Fliesen günstiger als den einkalkulierten Preis gefunden. Nur eine ist etwas teurer. Kostet aber fast nichts mehr, und ist nur für 3 qm. Was noch fehlt sind die Fliesen für den Boden im großen Bad und in der Küche. Mal sehen, was der Fliesenleger sagt, bezüglich eines Mehrpreises für die „Sondergröße“: Unsere Fliesen sind nicht alle Standard, also 30 x 30 cm.
  3. Fliesen II. Aus Formgründen, und um die letzten zwei fehlenden Fliesen auszusuchen sind wir noch zu einer anderen Firma gefahren, aber da gab es nichts anderes. Also müssen wir uns den Plan für die Böden in der Küche und im Bad nochmal überlegen.
  4. Bad. Den größten Spaß haben wir uns zum ende aufgehoben. Das Bad. Meine Frau hat da spezielle, detaillierte (teure) Vorstellungen , wie das Bad auszusehen hat. Ein Wellnesstempel geradezu. Nur ich würde damit gerne im eingeplanten Budget bleiben. Das könnte schwer werden. Also ab in den Sanitärhandel, einem großen Zusammenschluss von Händlern in Deutschland, und glücklicherweise nur mit dem Kommentar „Normalerweise bräuchten Sie ja einen Termin, aber sie haben Glück“. Also eine spontane Beratung bekommen. Sie schickt uns ein Angebot, also genauer dem Sanitärer, der das dann einbaut. Uns nennt natürlich keiner einen Preis, nur der Blick, als wir den einkalkulierten Betrag zeigen, der spricht Bände. Er ist irgendwie mitleidig. Und dann der schöne Satz: Dafür bekommen sie nicht mal eine Badewanne, geschweige denn ein Haupt und ein Gästebad. Ein Satz, den wir noch öfter hören werden…

Sicherheit

Nein, hier geht es nicht um so unwichtige Details wie Aufbohrschutz an Fenstern oder der Haustür. Hier geht es um die nächste Überweisung. Wir haben ja den Deal (Standard im Vertrag! Falls das hier einer liest, der bauen möchte: Wichtig, dass so was vereinbart ist. Das zeigt, dass die Firma mit der gebaut werden soll halbwegs finanzstark ist. Sollte sie das nicht sein, spielt diese Bürgschaftsspiel nämlich keine Bank/Versicherung. Die prüfen vorher die Bilanz der Baufirma), dass ein Teil (5%) der Bausumme erstmal in eine Baubürgschaft. Damit kann PROBAU auf das Geld erstmal nicht zugreifen. Das Ganze funktioniert ähnlich wie die Mietkaution. Es gibt hier eine Summe bis zu der entstehende Baumehrkosten (aus Fehlern, die PROBAU zuzurechnen sind) nicht von uns getragen werden. Außerdem ist damit, falls PROBAU pleite gehen sollte nicht alles Geld verloren. Auch werden damit fehlerhafte Rechnungen an uns die PROBAU in seiner Kalkulation verbockt hat beglichen. Das Geld sieht PROBAU dann ggf. natürlich nicht. Sollte alles gut gehen, geht das Geld an PROBAU.

Diese Bürgschaft ist bei der zurich insurance (nein, wir hatten da kein Mitspracherecht) eingerichtet und wollte nun gefüllt werden.

Ergebnis Werkplangespräch

Huhu, kalt ist im Fichtelgebirge (Keine Beschwerden! Es war kein schlechter Wortwitz!) Nach der Fahrerei in die Höhen der Mittelgebirge, und dass aus Zeitgründen ohne Mittagspause, waren wir doch tatsächlich nur knapp drei Stunden beschäftigt. Wie viel Geld wir da gelassen haben wird sich zeigen, wenn das Änderungsangebot da ist. Es könnte glatt aufgehen. In etwa. Was haben wir so getrieben?

  1. Die, ach so moderne „T-Lösung“ im Bad ist raus geflogen (Was das ist? Guggst du z.B. hier). Warum ist die unschön? Weil die alternative, dank großzügigem Bad eine Dusche anstelle der üblichen Dusche/WC-Bereiche ermöglicht. Die übriggebliebenen Mauer der „T-Lösung“ wir nur etwa einen Meter hoch und ab da kommt Glas bis nach oben. DA das Glas ach  noch auf die, von der Dusche gesehen, Außenkante kommt, bliebt in der Dusche automatisch Platz für die Ablage von Seife etc. Die Dusche selbst ist jetzt einfach gefliest. Kommt günstiger als die Duschwanne. Passt. Und weil’s so viel Spaß macht sind auch noch an den Wänden, an die kein Wasser kommen kann die Wandfliesen weg. Nochmal gespart!
  2. Die so beliebten Unterputzspülkästen sind durch Aufputzspülkästen ersetzt worden (Was das ist? → hier😉 Warum einen Aufputzkasten? Zugegeben, sie sind weniger schön. Aber dafür kann man sie einfach oben aufmachen. In meiner Zivi-zeit (ja, so alt bin ich) hatte ich sowohl mit Unter- als auch Aufputzspülkästen zu tun. Und wenn da was kaputt war waren die Aufputz viel angenehmer. Die kann man auch reparieren ohne sich die Arme zu brechen…
  3. Wie schon erwähnt haben wir die Glasecke im Wohnzimmer durch zwei Schiebetüren ersetzt.
  4. Das Dach wird dunkelgrau. Betonziegel. Geglättet wegen Mos.
  5. Die Fensterbänke werden gegen kleinen Aufpreis nicht mit dem graufleckigen Standardzeug ausgestattet, sonder bekommen eine schicke Fensterbank
  6. Ein Rollo im Gäste WC ist raus geflogen (sonst hätte die größere Dusche nicht gepasst)
  7. Die Dusche im kleinen Bad ist ebenfalls ohne Wanne und nur mit Fliesen.
  8. Die Garage bekommt Strom und hinten noch eine Tür
  9. Wir haben noch ein paar Steckdosen geschenkt bekommen;-)
  10. Die es soll doch ein Drucksensor wegen dem Ofen rein?! Da werden wir nochmal drüber reden müssen…

Tja und dann haben wir noch eine Liste mit den Handwerkern bekommen. Das klingt nach telefonieren und Termine machen..

Ofen 2

Tja, das mit der Wärme ist so ’ne Sache. Also nicht die Zwischenmenschliche in diesem Fall, sondern die, die brennendes Holz erzeugt. Nachdem wir ja den ersten Ofenmenschen heimgesucht haben stand Nummer zwei ins Haus, oder eher wir in seinem. Was ja ein wenig nervig ist, ist dass es da wieder nur zwei Hersteller im Angebot gab. Der nette Herr war auch leider nicht anzutreffen, da er unseren Termin verschwitzt hat (er kam immerhin später). Netter älterer Mensch, aber seltsame Vorstellungen über so ein Bauherren Budget. Jedenfalls war er nochmal ein wenig teurer als unsere Nummer eins. Allerdings das war wahrscheinlich der Aufpreis für die bessere Beratung. Außerdem war er der Ansicht, dass man sich den Drucksensor sparen kann. Jedenfalls bei dem Haus mit ohne DunstABZUGshaube und bei einem raumunabhängigen Kamin. Na mal sehen, was PROBAU dazu sagt…

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