Hoch hinaus

Soweit man halt im Haus kommt. Ich klettere an der Decke rum und entferne die Überstände an der Dehnungsfuge zwischen Putz und Decke. Damit wird das Tapezieren der Decke vorbereitet, neben dem obligatorischen Gips an den Stoßfugen natürlich. Dazu steht großzügiges Grundieren an. Erstaunlich was der Beton an Flüssigkeit aufnimmt…

Jedenfalls kommen jetzt wohl die stressigen Wochen. Weh tut schon mal alles.

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Es werde warm

Kommt man Abends um sechs auf die Baustelle ist doch tatsächlich noch ein Handwerker da. Und wer? Der Sanitärer und verkabelt die Wärmepumpe. Damit kann es dann mit dem Aufheizen losgehen. 10 Tage lang stückweise auf eine Rücklauftemperatur von 45°C. Und das noch ohne Photovoltaik. Ich bin entsetzt! Naja, die Photovoaltaikjungs haben Ärger bekommen und rücken übermorgen an. AB jetzt also zwei bis dreimal am Tag lüften!

Wo ist noch Platz

Tjo, da steht dann endlich die Besprechung zum Thema Fliesen auf der Baustelle an. Das ganze war ja etwas wirr: Normalerweise treffen wir uns mit den Handwerkern direkt auf der Baustelle. Dazu machen wir mit einem Vertreter der Firma einen Termin aus. Diesmal bestand der Chef der Fliesenfirma aber darauf, unseren Bauleiter mitzunehmen. Also Termin für drei. Als wir auf die Baustelle kommen, ist  aber leider kein Parkplatz frei. Der Sanitärer baut gerade die Wärmepumpe ein, die Jungs vom Strom basteln am Hausanschluss und an den Steckdosen und zwischen drin wir mit dem Fliesenleger. Immerhin haben sich die Details geklärt, wobei die Oberfliese sich alles merken will und dann im Büro aufschreiben. Ich bin mal gespannt was das wird…

Buddeltag

Und das hat mit Schiffen nichts zu tun. In diesem Fall geht es entspannt mit einem Anruf um sieben Uhr morgens los: „Hier xyz von der Firma abc. Wir machen für die Telekom den Graben. Wir sind in einer halben Stunde da. Wer sit denn auf der Baustelle?“ Ähh – niemand. Warum? „Irgendwer muss uns sagen wo der Graben hinkommt.“ Dafür habt ihr Pläne bekommen? Von unserm Bauleiter. „Die Pläne haben wir nicht. Die müssen irgendwo in einem Büro liegen.“ Super, also muss halt jemand hin.

Vor Ort legen wir dann mal eben fest, wo der Graben lang geht. Ich hoffe das passt den Stadtwerken auch, da der Verlauf ja eigentlich auch mit denen abgestimmt ist.  Aber was will man machen (ach, ja der Bauleiter ist für den morgen abgemeldet, sonst hätte man den ja einfach anrufen können.) Auf die Frage wann der Graben zugeschüttet werden soll, können wir auch nur sagen, dass heute nicht, weil morgen der Strom noch in den Graben soll. Mal sehen was das noch wird…

Organisationstalente

Es war der Tag an dem der Subunternehmer der Telekom sein Kabel legen soll. Und direkt im Anschluss kommt dann der lokale Stromversorger und legt sein Stromkabel, damit die Jungs vom Sanitärer die Heizung anschließen könne, damit die Aufheizerei beginnen kann, nachdem die Photovoltaiks ihre Anschließerei erledigt haben. Soviel zum Plan. Was sagt die Realität? Der Telefonkerl ruft abends den Bauleiter an, dass das wohl nichts wird, und sie zwei Tage später kommen. Spannend ist, was die Stromer dazu sagen. Hoffentlich klappt das. Die Jungs von den Stadtwerken sind eh grad nicht gut auf mich zu sprechen, nachdem es erst von unserem Bauleiter hieß: Baustromkasten bitte nach verlegen des Hausanschlusses in den Hausanschlussraum verlegen (Stadtwerke: Vom Bauherren schriftlich zu bestätigen) dann der Kostenvoranschlag dafür kam (200 €), woraufhin der Bauleiter meinte dass sei für eine Woche zu teuer („dann gibt es halt mal keinen Strom“) der Kasten also abgebaut werden sollte (vom Bauherrn zu bestätigen). Mal sehen wann der jetzt genau weg kommt. Hoffentlich schnell, kostet ja Miete.

Autsch II

Ok, ganz so schlimm war es dann doch nicht, aber nach dem ersten Verfugen kommt das Staub-schlucken. Abschleifen. Also wieder über Kopf per Hand den Gips wieder entfernt. Und weil es so viel Spaß macht auch gleich wieder neuen drauf. Jedenfalls da, wo noch was fehlte.

Was das Schöne ist. Die Badewanne ist eingebaut, jetzt stellt sich nur noch die Frage, wie man damit weiter macht. Was meine ich? Die Wann sitzt an Ort und Stelle und ist ordentlich am Boden festgemacht. Jetzt will sie nur noch verkleidet werden. Dazu muss erst mal geklärt werden wie: Es soll ja Putz außen rum. Lösung des „Beraters“ im großen orangen Baumarkt: Da nehmen Sie ein paar Steine und Mauern das Ganze. Ja ne, is klar! Ich mauere rund. Könnte man zwar mit einer etwas dickeren Putzschicht ausgleichen aber da hab ich ja gar keine Lust drauf. Alternativplan: Bauplatte. Anritzen (oder mit Schlitzen kaufen) und dann anständig hin-biegen und festkleben. Stellen sich nur zwei Fragen: Wie geht man mit dem Anschluss an die Wand um, und kommt eine Wartungsklappe rein? Vorschläge?

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Autsch

Nach der letzten Episode geht es gleich weiter mit dem zerstören des Körpers: Voller Schmerzen auf die Leiter geklettert und alle Stoßfugen zwischen den Betonplatten der Decke verfugt. Jedenfalls erstmals. Drei Stunden Über-kopf-Arbeit. Da kommt Freude auf. Immerhin ist das jetzt alles passabel zu und muss nur noch geschliffen werden und eventuell eine zweite Schicht Gips. (Ich hoffe ja, dass nicht…)20160807_173720

Plitsch Platsch

Ich liebe Fortschritt! Es gibt einen Plan für den Einbau der Badewanne. Solangsam sieht das ran auch nach Haus aus. Damit das noch besser wird, steht dann noch eine Rundfahrt an: Boden abholen, Treppenfarbe festlegen und Schrank kaufen. Die 400 km waren ein Kinderspiel. 10 Minuten beim Treppenbauer die Farben ausgesucht zu denen wir jetzt Muster zugeschickt bekommen (nein, keine Mustertreppen sondern Muster-Holzstückchen). Dann wieder eine Stunde Fahrt zur Schwiegermutter den Boden holen einladen und noch so einiges mehr an Zeug (Klar, keine bessere Hälfte muss zwecks schwanger ja nix tragen) und dann beim schwedischen Möbelhaus noch einen neuen Schrank besorgt. Wusste gar nicht dass ein Schrankkorpus so viel wiegen kann. Fazit. Mit einem Sprinter quer durch die Republik gefahren. Schmerzen überall. Frau glücklich.

Handarbeit

Die Trocknungsphase (Teil 1) des Estrich ist vorüber und es gibt wieder was zu tun. Immerhin sieht das Haus jetzt annähernd fertig aus. Fast. Was als nächstes ansteht ist der Eigeneinsatz: Decke spachteln. Zumindest die Flächen, an denen die Betonplatten aufeinander treffen möchten verschmiert werden. Nebenher wissen wir jetzt auch, dass tatsächlich der Strom und Telefon gelegt werden. Damit es richtig Spaß macht klappt auch der Photovoltaik-Anschluss rechtzeitig zum Aufheizen. So soll das sein20160801_183817_Pano.jpg!

Planungen

Da wir im Moment wegen den Trockezeit des Estrich nichts im Haus tun können, beschäftigen wir uns halt mit der Planung. Als da wären:

  1. Wie bekommen wir den bei der Schwiegermutter gelagerten Boden für das Wohnzimmer zum Haus?
  2. Welche Möbel müssen noch von der Schwiegermutter ins Haus?
  3. Welche Farbe bekommt die Treppe jetzt final?
  4. Wo lagern wir das Zeug?
  5. Wie geht es mit dem Strom weiter?
  6. Was machen wir mit dem Garten?
  7. Wann wird verspachtelt und tapeziert?

Ganz schön viele Themen…

  1. 1-4 wird in einem Rutsch erledigt: Kleinen Transporter mieten (Dank an den Arbeitgeber: Großkundenrabatt!), und eine kleine 500km Tour fahren. Erst den Treppenbauer besuchen, dann das Zeug (Boden für das Wohnzimmer und was uns sonst so einfällt) bei der Schwiegermutter abholen und auf dem Rückweg noch in einem Möbelhaus einen neuen Schrank holen (Ich bin nicht für die Einrichtung zuständig, aber so wie ich das verstanden habe muss ich meinen Kleiderschrank abgeben, weil die Farbe nicht passt. Ich bekomme also einen neuen, oder so…).
  2. Siehe 1.
  3. Siehe 1.
  4. Siehe 1.
  5. Da kommt Schwung rein. In zwei Wochen legt die Telekom die Telefonleitung; da kommt dann Strom und Glasfaser gleich mit. Muss nur noch der Elektriker mitspielen und wir können die Photovoltaik zum aufheizen des Estrichs nutzen.
  6. Garten… Vermutlich werden wir die Maschinen leihen und dann selber den Garten einebnen. Terasse und Co? Müssen wir mal schauen…
  7. Wenn wir wieder ins Haus können, schauen wir uns mal den Trocknungsgrad des Putzes an. Abhängig davon wird das Timing mit dem Verschachteln und Co geplant.
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