Archiv der Kategorie: Vorbereitungen

Eingabeplan III – die Letzte

Und er ist zurück. Also bedingt. Die eine Mappe für uns wurde uns gegen kleine Gebühr zugestellt. Dabei war freundlicherweise auch noch die Freistellung vom Genehmigungsverfahren. Freistellung? Für alle die sich damit noch nicht beschäftigt haben: Wenn im Rahmen des Bebauungsplans gebaut wird, ist es nicht notwendig ein volles Genehmigungsverfahren zu durchlaufen. In diesem Fall reicht es aus, den Plan der Gemeinde vorzulegen. Sollten von dieser keine Beanstandungen sein, ist ein Baubeginn möglich. Diese Entscheidung muss innerhalb von vier Wochen gefallen sein, da nach dieser Frist der Antrag automatisch als genehmigt gilt.

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Hausbauer – Die Entscheidung

Eigentlich ist die Entscheidung einfach und klar. Wer die Vorstellung der einzelnen Firmen verfolgt hat, sieht sicherlich, dass es nur einen geben kann. Wenn wir uns kurz zurückerinnern an die Anforderungen: Es sollte ein massives Haus sein, wegen des Lärms. Es sollte idealerweise einen Keller haben. Schön wären zwei vollwertige Wohngeschosse, bei einer Wohnfläche von etwa 140 qm. Im Preis inbegriffen sollte im Wesentlichen der schlüsselfertige Ausbau sein – zumindest für das erste Angebot, Eigenleistung ist immer möglich. Idealerweise ist bereits eine Photovoltaik mit auf dem Dach. Wir benötigen Wohnzimmer mit angeschlossenem Esszimmer. Eine abgetrennte Küche. Arbeitszimmer. Zwie Kinderzimmer. Schlafzimmer. Bad im Obergeschoss. Vollwertiges Gästebad im Erdgeschoss. Technik in den Keller. Und das ganze bitte innerhalb des Budgets. Wer hat da einen Vorschlag gemacht, über den man reden konnte? Die Nummer IV  und die Nummer V. Ok, der eine baut Holz, aber gut. Im Endeffekt haben wir uns, zum Teil auch nach Gefühl, entschieden.
Eine Entscheidung nach Gefühl ist im allgemeinen ja verpönt, in diesem Fall kann man jedoch zeigen, dass es hier hilfreich ist. Warum? Der Mensch ist in der Lage sich eine wenige (einstellig) Merkmale zu merken und zu vergleichen.  Beispiel Auto. Möchte man ein neues Auto kaufen, gibt es offensichtliche, objektive Kriterien zu erfüllen. Der Teil ist einfach. Dann bleiben, der Einfachheit halber, zwei Autos übrig. Hier alle technischen Details zu vergleichen erscheint noch machbar, wenn auch sehr aufwändig. Nehmen wir an es waren noch 15 Autos in der engeren Wahl. Eine detaillierter Vergleich ist nahezu unmöglich. Bei einem Auto hat man im Vergleich zu einem Haus allerdings noch mehr Ahnung. Bei einem Haus stellt sich öfter die Frage, welche Variante der Technik ist eigentlich besser? Jetzt kann man lange recherchieren. Dabei stößt man auf immer neue Fragen, die die Firma dann beantworten soll. Letztendlich kommt man so aber nicht weiter. Deswegen einfach hin und wieder mal auf den Bauch hören.
Genau das haben wir gemacht, und uns letztendlich für die „Profis“ (V) entschieden. Um das Geheimnis aufzulösen: Dahinter steckt die Firma PROBAU. Dann wollen wir mal sehen, was das wird…

Hausbauer I

So dann wollen wir mal; der erste Hausbauer ist eingetrudelt und auch schon wieder verschwunden – aber nicht weg.

Das hat wieder mal einige Nerven gekostet. Immerhin sind wir uns jetzt sicher, dass es ein Toskana-Haus wird, also zwei Vollgeschosse, idealerweise mit Keller. Das Wohnzimmer sollte nach Süden oder Westen, das Arbeitszimmer meiner Frau auch. Nun ja, damit passen schon mal die Standardgrundrisse nur schwer auf das Grundstück. Immerhin sind wir uns einig, dass die Treppe nach Norden oder Osten soll.

Unser neuer Freund vom Hausbau hat jedenfalls ein Betonhaus im Angebot gehabt. Ohne Keller für nur 100000€. Also zum selber ausbauen. Das ist nicht ganz unser Plan, aber gut, dann schauen wir doch mal was das kostet wenn wir fertig sind. Haben wir also mit dem Typen ein wenig innerhalb der vorgegeben Außenmauern rumgemalt und er nimmt das mal mit und zeigt es seiner Architektin. Die soll dann mal einen Preis sagen. Ich bin gespannt…

Druck aufbauen

Fast Ebenes Grundstück

Das Bild zeigt unser Grundstück von der Straße aus. Blick nach Westen. Ich stehe an der Südwestecke

Kleien Gemeinden. Wir haben ein paar Grundstücke gefunden, die einen schönen Bauplatz abgeben würden. Nach Auskunft der Gemeinde sind aber alle reserviert. Tolle Sache das. Und nu? Nun ja, die Bauplätze sind ja nur reserviert. Nach Aussage der Mitarbeiterin in der Gemeinde vor über vier Wochen. Angeblich werden sie aber nur für vier Wochen reserviert. Wir haben mal behauptet wir würden  sie sofort kaufen (also eines davon ;-), wenn sich herausstellt, dass die Interessenten doch abspringen sollten. Keine zwei Stunden später kam der Anruf von der Gemeinde, dass alle noch frei sind. Wir haben unser Lieblingsgrundstück mal reservieren lassen und die ersten Firmen, die das Haus evtl bauen könnten zur Grundstücksbesichtigung eingeladen 😀

Was mag ich kleine Gemeinden

Wie angekündigt haben wir nochmal alle (oder zumindest viele) Gemeinden in der Umgebung angeschrieben. Das schöne sind die sinkenden Grundstückskosten (Für die Ersparnis, kann man locker auch ein paar Jahrzehnte erhöhte Fahrtkosten haben). Was waren dabei die Kriterien? Nun, die Gemeinde sollten eine vernünftige ÖPNV-Anbindung haben. Ein Auto kostet einfach viel zu viel im vergleich zu einer Zeitkarte. Weiterhin sollten idealerweise (Grund-)Schule, Hausarzt und idealerweise noch eine Einkaufsmöglichkeit vorhanden sein. Mit diesen Anforderungen gibt es mehrere mögliche Gemeinden. Und da die Herrschaften dort freundliche Leute sind, gab es auch gleich Termine. Das schöne daran ist, dass man mit dem „Bauamt“ direkt spricht, da sind also sowohl Ideen über die weiteren Entwicklungsachsen, also auch über potentielle Verkehrswege und Windkraftanlagen vorhanden.

Eine Gemeinde hat uns mit insgesamt 8 Grundstücken in verschiedenen Gemeindeteilen versorgt. Einkaufsmöglichkeiten im Hauptort. Genauso Ärzte. Allerdings sind die Grundstücke fast alle sehr steil oder liegen in einem entfernten Ortsteil. Ein Neubaugebiet, das dieses Jahr erweitert wurde klingt interessant. Angenehme Grundstücksgröße von etwa 600 m^2, fast eben, auf einem Hügel gelegen und im Hauptort. Etwa 12 km bis zur Arbeit. Optimal. Nur der Angestellte der Gemeine hat abgeraten. Warum? Fels!. Es müssen dort die Kanäle und sonstige Leitungen mit einer speziellen Fräse in den den Fels gefräst werden. Damit sind die Erschließungskosten exorbitant. Außerdem haben wir uns in den Kopf gesetzt mit Keller zu bauen. Dann können wir gleich mal den Sprengmeister anrufen…

Eine andere Gemeinde hat uns auf Grundstücke im Hauptort hingewiesen. Diese sind zwar noch alle reserviert, aber wir werde informiert sobald was frei wird. Die Häuser in der Umgebung hatten keine Probleme mit Fels, beim Kellerbau. Auch hier fast ebene Grundstücke mit etwa 800 m^2 Fläche. Einkaufsmöglichkeiten im Nachbarort (~2 km). Schule, Arzt, Kindergarten, Bäcker, Metzger im Ort. Entfernung zur Arbeit etwa 16 km. Na mal sehen..

Grundstück II

Wenn wir so weitermachen schneit es noch bis wir ein Grundstück haben, oder so. Makler sind ja nette Menschen: Kaum wedelt man mit Geld werden sie hektisch. Aber nur solange man keine Ansprüche hat. Wenn erstmal die ersten drei Vorschläge abgelehnt wurden verlieren sie schnell die Lust. Aber es gibt noch Wunder und Zeichen. Wir haben da auf Empfehlung einen schrägen Vogel von Makler gefunden. Der würde auch gleich eine Bauberatung machen. Aber natürlich erstmal ein Grundstück. Da hat er nach anfänglichen Schwierigkeiten zu verstehen was wir wollen .doch echt vernünftiges zu Tage gefördert. Ganze 25 Grundstücke an einem Tag. Ganze zwei ganz heiße Kandidaten zum Kaufen. Alle von privat. Dann kann der Haubauer, der unsere Grundstücke bewerten wollte mal anrücken. Alternativ werden wir aber noch unsre zwei Termine bei Gemeinden in Anspruch nehmen. Da könnte ja auch was sinnvolles bei rauskommen…

Auf die Angebote, fertig,…

Also gut, ein massives Haus soll es werden. Und, wie hätten wir es  denn gerne? Beton? Steine? Wie schön, dass es fast keine Auswahl gibt. Wir haben mit fast allen Firmen, die in unserer Gegend massive Häuser bauen geschrieben oder geredet. Was waren die Ergebnisse? Keine bis viele. „Selbstverständlich bauen wir ihr Traumhaus. Haben sie schon ein Grundstück? Nein? Kein Problem. In ihrer Gegend finden wir was für sie. Wann soll das Haus fertig sein? Ist ihnen egal? Gut, wann soll ich vorbei kommen? Dann planen wir ihr Haus am Montag Abend.“ Alternative dazu: „Sie haben noch kein Grundstück? In unseren Augen macht es dann noch keinen Sinn über einen Plan zu reden. Wenn sie ein oder mehrere Grundstücke zur Auswahl haben, schaue ich sie mir gerne mal an und sage was dazu. Dann können wir direkt auf das Grundstück planen. Ihre Preisvorstellung ist auf jeden Fall realistisch.“ Das mit dem Grundstück habe ich mir schon so gedacht. Jedenfalls erscheint es sinnvoll erstmal nach Grundstücken zu suc
hen. Wir werden die Anbietersuche wohl etwa runterfahren, und mal nach Grundstücken suchen, auch wenn die keisgen gnädigerweise einen Rücktritt vom Vertrag ermöglichen, sollten wir unterschrieben haben und kein passendes Grundstück finden.

Fertighaus?

Tja, um die Entscheidung leichter treffen zu können, und aus Inspirationszwecken haben wir uns zwei Fertighauswelten angetan. Ich muss zugeben, insgesamt erkennt man an den Häusern keinen Unterschied, ob Holz oder nicht. Aber am Lärm. Die Häuser in Holzständerbauweise sind einfach erheblich hellhöriger. Außerdem hat uns ein Besucher gesagt, dass er mal bei etwas stärkerem Wind da war. Damals hat es es wohl im Haus recht vibriert. Brauche ich nicht!

Eine Beratung hat ergeben, dass es preislich keinen Unterschied macht, ob Holzständerbauweise oder Stein oder Beton. Dann kann man auch das Bauen, was man möchte/bei dem man sich am wohlsten fühlt. Und das wäre dann wohl Stein oder Beton.

Für die Holz-Variante spricht aber eindeutig, dass die Dämmung besser ist (bei gleichem Preis). Das Ganze jetzt kombiniert mit ein wenig Photovoltaik auf dem Dach und alles wird optimal, wenn der Geldbeutel mitspielt.

Immerhin haben wir jetzt Klarheit über den Wunschhaustyp: Zwei Vollgeschosse, Keller, zwei Kinderzimmer, Arbeitszimmer, abgetrennte Küche, vollwertiges Gästebad im EG, großes Bad im OG. Mal sehen ob das was wird.

Weiterhin haben wir jetzt mal wieder eine Größenordnung was ein großer Holzständerhaushersteller verlangen würde. Eindeutig zu viel. Zum Glück haben wir ein paar weitere Namen gesammelt. Mal sehen was da raus kommt. Die Kandidaten werden wir wohl mal abtelefonieren.

Bauen!

Tja und da wären wir. Die Entscheidung ist gefallen,oder wie Caeser „gesagt“ hätte: Die Würfel sind geworfen worden. Es wird gebaut. Hier in der Umgebung ist zum Kaufen überwiegend überteuertes Zeug zu bekommen. Die Qualität der Gebrauchthäuser ist unterirdisch. Alternativ ist die Lage eine Seuche. Also blieb uns nur Bauen oder Mieten. Wenn man dann mal einen Blick zur Bank wirft und sich mit dem Finanzhai seines Vertrauens unterhält kommt man schnell zu dem Schluss, dass Bauen genauso teuer ist wie Mieten; jedenfalls was die Rate angeht. Dann gibt es nur noch Gründe für Bauen: Wir bekommen was wir wollen. Keine nervigen Nachbarn über und unter uns (ja, vll. noch neben dran, aber was solls…) Was bleibt uns zu tun?

1.) Grundstück suchen

2.) Wer baut es?

3.) Welcher Haustyp (Holzständer, Massiv…)

Sollte ja alles lösbar sein…

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